Unsere Klettertour im Elbsandsteingebirge

(Ein Bericht von Juliane Hinze)

Wir starteten unsere Klettertour am 3. 6. 03 mit einem Einkauf im Supermarkt. Schon dort mussten wir unseren Team-Geist beweisen, da wir uns für drei Tage Verpflegung kaufen mussten. Es war nicht sehr leicht, sich zu entscheiden, da die Geschmäcker teilweise sehr verschieden waren. Nach einer Stunde im Markt hatten wir unsere Verpflegung zusammen.

Dann begann unsere Reise ins Elbsandsteingebirge. Die Fahrt dorthin war sehr warm, sehr lustig und auch anstrengend, da unsere Geduld im Stau in Dresden schon auf die Probe gestellt wurde. Angekommen im Gebirge haben wir unsere Sachen und Verpflegung zu unserem Schlafplatz gebracht. Wir hatten unsere Unterbringung unter einem Felsvorsprung.

Als alle Sachen ihren Platz gefunden hatten, begannen wir mit Kennenlernspielen. Ein kleines Beispiel dafür ist, dass wir uns nach dem Alter oder nach der Haarlänge in einer Reihe aufstellen mussten. Als erste Übung mussten wir uns an einem Seil abseilen, was zwischen zwei Bäumen gespannt war. Zum Abschluss des ersten Tages wanderten wir zum Bielablick. Wieder angekommen in der Bofe (unserem Übernachtungsplatz) machte sich unsere Gruppe (ohne Betreuer) ihr Abendbrot.

Der nächste Tag begann mit einer Wanderung zur Johannismauer. Das war unser erster Felsen, an dem wir schon unsere Grenzen kennenlernen durften. Frau Stiehl kletterte voraus und erklärte uns, was wir dabei zu beachten haben. Als wir alle oben angekommen waren und mit einem "Berg Heil" begrüßt wurden, waren wir sehr erleichtert. In diesem Augenblick haben wir aber noch nicht daran gedacht, dass wir auch wieder runter müssen. Nach kurzer Verschnaufpause auf dem Felsen gings dann auch schon wieder bergab. Das Abseilen an und für sich war leichter als das Hochklettern, doch die Angst war viel größer und für einige von uns schwer zu überwinden. Trotz allem sind wir alle wieder unten angekommen.

Nach einer Pause gings dann zum Zauberberg. Das Spiel begann wieder von vorn. Alle bekleideten sich wieder mit der Ausrüstung (Helm, Hüftgurt, Kletterschuhe). Wie die Ameisen kletterten wir am Zauberberg hoch und runter. Als kleine Belohnung bekamen wir auf dem Rückweg ein Eis spendiert. Wieder in der Bofe angekommen, sprangen wir in den eiskalten Bach (die Biela) und haben uns so schnell wie möglich gewaschen.

Den Donnerstag starteten wir mit einer Wanderung zum Dachsenstein. Als wir alle hochgeklettert waren, begann es fürchterlich zu gewittern und zu regnen. Dann ging es wieder ganz schnell runter. Kaum unten angekommen, hörte das Gewitter wieder auf. Jemand aus unserer Gruppe war fest davon überzeugt, dass das ein Zeichen war, dass wir nicht auf den Felsen klettern sollten. Unsere Betreuer erzählten uns, dass es im Jahr zuvor genau so war. Jetzt waren die Felsen natürlich viel zu nass zum Klettern. Also machten wir den Donnerstag zum Wandertag.

Abends saßen wir in der Bofe und gingen nicht mehr vom Fleck, da es wieder anfing zu gewittern. Die Betreuer versuchten, mit Witzen ihre Angst zu überspielen aber als es blitzte und es total hell wurde in der Bofe, sahen wir dass Frau Stiehl und Frau Gräser Hand in Hand in der Ecke saßen.

Am Freitag mussten wir dann auch schon wieder packen. Geweckt wurden wir mit einem Trommeln auf dem Plastikbecher. Jetzt packten wir die Sachen zusammen und warteten auf den Zivi, der uns abholen sollte. Dann ging es wieder nach Hause.